Substrat und Düngung

Substrat und Düngung

Wer auf seinen Reisen durch mediterrane Länder Ausschau nach Feigen hält gewinnt schnell den Eindruck das Feigen in diesen Ländern auf nahezu jedem Untergrund wachsen. Sei es am Rand von geschotterten Autopisten, aus Spalten von geteerten Flächen oder zwischen den Steinen von Mauerwerken.

Aber selbst bei uns sind ausgepflanzte Feigen oft sehr genügsam und anspruchslos was den Untergrund betrifft.

Eins mögen Feigen allerdings gar nicht – Staunässe. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei ausgepflanzten und auch bei Kübelpflanzen eine gute Drainageschicht einzubringen. Das Substrat selbst sollte humus- und nährstoffreich sein, gleichzeitig aber auch locker und luftdurchlässig.

Als Basis nehmen viele Feigen-Liebhaber eine gute Tomatenerde und mischen etwa 30-40% mineralisches Granulat wie Blähton, Lava oder Perlite unter die Erde. Bei ganz jungen, frisch bewurzelten Pflanzen kann der Anteil am mineralischen Granulat auch auf 50-60% erhöht werden, um ein faulen der empfindlichen Wurzeln zu vermeiden

Gießen

Wie bereits erwähnt sind Feigen recht anspruchslos und robust. Bei den Feigen die wir in Kübeln halten, sollten wir jedoch einiges beachten.
Wie die meisten Pflanzen bevorzugt die Feige beim Gießen möglichst kalkarmes Wasser.

In den Sommermonaten benötigt die Feige regelmäßig Wasser. Hier sollte man darauf achten, denn gesammten Wurzelballen zu bewässern – also lieber seltener aber gründlich gießen.
Staunässe mögen Feigen allerdings auch nicht – also bei Kübelhaltung unbedingt auf eine gute Drainage achten und auf den Untertopf verzichten.

In den Wintermonaten benötigt die Feige nur sehr wenig Wasser. Je nach Standort sollte man alle 4-6 Wochen die Erde prüfen und bei Bedarf etwas gießen.

Düngen

Frisch bewurzelte Stecklinge benötigen in der Regel im 1. Jahr keinen zusätzlichen Dünger – auch im 2. Jahr, nach dem Umpflanzen in einen etwas größeren Topf sollten ausreichend Nährstoffe vorhanden sein.

Später benötigt die Feigen für gutes, kräftiges Wachstum und hohe Erträge eine regelmäßige Düngung im Frühjahr von April bis Juli. Später im Jahr soll nicht mehr gedüngt werden, damit die Äste verholzen und eine ausreichende Winterhärte bilden können.

Beim Düngen ist auf das richtige Verhältnis von N/P/K = Stickstoff/Phosphor/Kalium zu achten. Feigen benötigen vor allem viel Phosphor und Kali aber nur wenig Stickstoff (N)
Bei zuviel Stickstoff wachsen die Triebe zu schnell und verholzen nicht ausreichend. In Folge erfrieren die neuen Triebe beim ersten Dauerfrost.

Eine empfohlenes Verhältniss von NPK für Feigen ist 4-8-12, dieses Verhältniss findet man z.B. Obst und Beerendünger. Bewährt hat sich auch Hakaphos Rot 8+12+24(+4), ein Wasserlösliches phosphat- und kalibetontes Nährsalz mit hohem Magnesiumgehalt

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