Einfuhr von Stecklingen aus dem Ausland

Es reizt natürlich ungemein, sich aus dem Urlaub Stecklinge von Feigen mitzunehmen. Auch im Internet gibt es viele Angebote von Stecklingen – nicht nur von den Ländern rund ums Mittelmeer, sondern vor allem auch aus USA oder dem asiatischen Raum.

Darf ich mir Steckling mitnehmen oder über das Internet bestellen oder gibt es Probleme beim Zoll?

Das kommt ganz darauf an, aus welchen Ländern die Stecklinge kommen:

 

Einfuhr bzw. Post aus europäischen Nicht-EU-Staaten und dem angrenzenden Mittelmeerraum

Die Einfuhr von bis zu 50 Schnittblumen und bis zu 3 Kilogramm Früchten je Person mit Ursprung in Europa und dem angrenzenden Mittelmeerraum ist ohne Pflanzengesundheitszeugnis zulässig, soweit diese für den eigenen privaten Gebrauch bestimmt sind und sich keinerlei Einfuhrverbote aus der Pflanzenbeschauverordnung ergeben.

 

Einfuhr bzw. Post aus asiatischen, amerikanischen, afrikanischen Staaten oder Australien

Bei der Einfuhr aus diesen Ländern ist für mitgeführte Pflanzen, Pflanzenteile und Pflanzenerzeugnisse stets ein Pflanzengesundheitszeugnis des Ursprungslands erforderlich.
Dabei ist es unerheblich ob die Pflanzen Wurzeln und Erde haben oder ob es nur Stecklinge sind. Selbst Holz-Erzeugnisse wie z.B. Kisten oder Paletten benötigen ein Zertifikat.

Wenn kein Pflanzengesundheitszeugnis vorgelegt werden kann, werden die Waren in der Regel vernichtet.

(Quelle: www.zoll.de )

Weitere Hinweise findet ihr
– auf der Webseite vom Zoll 
– auf der Webseite des Justus Kühn-Institut

 

Warum ist die Einfuhr in die EU nicht erlaubt?

Durch die Einfuhr von Pflanzen / Feigenstecklinge besteht ein hohes Risiko, das neue  Krankheiten und Schädlinge eingeschleppt werden, die zur Gefährdung unserer Natur sowie unserer Kulturpflanzen führen können. So wurde in der Vergangenheit z.B. aus der USA die Reblaus eingeschleppt und aus Asien die Kirschessigfliege. Viele Winzer und Obstbauern haben dadurch ihre Existenz verloren.