Brunswick

Synonym:

Braunschweig, Hannover, Brown Hamburg, Clementine
In den USA: Magnolia, Castle Kennedy, Vashon Violet, Bayswater, Boughton, Black Naples

Beschreibung:

Eine der ältesten Feigensorten in Deutschland, die wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert aus Italien kam und in Deutschland kultiviert wurde. Die erste namentliche Erwähnung ist von 1860 aus dem Raum Braunschweig/Hannover – daher der Name Brunswick

Die Winterhärte der Brunswick wird in vielen Quellen mit -15°C angegeben. Trotz der Möglichkeit die Feige auch auszupflanzen empfiehlt sich in strengen Wintern ein leichter Winterschutz, um ein Zurückfrieren der Triebe zu vermeiden. Die Synonyme lassen den Schluß zu, dass diese Sorte schon früh in kühleren Regionen Deutschlands kultiviert wurde.

Die großen, birnenförmigen Früchte sind auf der sonnenabgewandten Seite grünlichgelb, auf der sonnigen Seite violett-braun gefärbten und erreichen ein Gewicht zwischen 80-120 Gramm auf.
Das Fruchtfleisch hat einen köstlich-süßem Geschmack, ist gelb, nach innen hin rötlich gefärbt.
In guten Sommer sind sogar zwei Ernten (ca. Juni-Juli und September-Oktober) möglich.

Die Brunswick ist neben ‚Madeleine des deux Saisons‘ die am frühesten reifende Feigensorte. Beide Sorten sind sehr ähnlich – ursprünglich könne es sich sogar um die gleiche Sorte gehandelt haben.

Weitere interessante Informationen zur Brunswick findet man im Archiv der University of California – hier ein Auszug davon.

 

Herbstfeigen

An wärmeren Standorten und in langen, warmen Sommern bringt die Brunswick eine zweite Ernte mit qualitativ guten Früchten. Je nach Sonneneinstrahlung können die Feigen dabei eine kräftige, dunkelblaue Farbe bekommen. Auch das Fruchtfleich, dass bei den Brebas eher bernsteinfarben ist, kann bei den Herbstfeigen ein dunkeles Rot haben.

Bei keiner anderen Sorte hatte ich es so schwer, eine Sorte-typisches Blatt zu finden. An eine Baum findet man oft sehr viel verschieden geformte Blätter. Manche sind rund, andere wiederum haben schmale sehr lange Finge. Manche haben glatte oder gewellte Ränder, andere wiederum haben einen zackigen Blattrand.

Vielleicht gibt es deshalb kaum eine andere Sorte, die in den unterschiedlichen Ländern so viele unterschiedliche Namen (Synonyme) hat wie die Brunswick.

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